ÖPNV-Planungswerkstatt
ÖPNV-Planungswerkstatt
Plane Bus-, Straßenbahn- oder U-Bahn-Linien direkt im Browser: Umlaufzeit, Mindestfahrzeugbedarf, Takt, Reserve, Kapazität, Tagesprofil und Abfahrtszeiten. Alle Berechnungen laufen lokal – ohne Konto und ohne Datenbank.
1. Liniengrundplanung
Trage die Fahrzeiten beider Richtungen, Wendezeiten und den gewünschten Takt ein. Die Werkstatt berechnet daraus Umlaufzeit, Mindestfahrzeuge und Reserve.
2. Taktvergleich
Wie verändert sich der Fahrzeugbedarf, wenn dieselbe Linie häufiger oder seltener fährt? Die Tabelle nutzt automatisch die oben eingetragene Umlaufzeit und Fahrzeugkapazität.
| Takt | Fahrten/h/Richtung | Mindestfahrzeuge | mit Reserve | Ø Wartezeit* | Kapazität/h/Richtung | zusätzliche Umlauf-Pufferzeit |
|---|
* Vereinfachung: Bei gleichmäßigem Betrieb und zufälliger Ankunft der Fahrgäste entspricht die mittlere Wartezeit näherungsweise der halben Taktzeit. Bei selteneren, fahrplanorientiert genutzten Angeboten kann das reale Verhalten deutlich abweichen.
3. Kapazitätsplaner
Prüfe, welcher Takt für eine angenommene Spitzen-Nachfrage rechnerisch mindestens erforderlich wäre und ob dein aktueller Plan ausreichend Kapazität bietet.
Nachfrage & Fahrzeug
Ergebnis
4. Tagesprofil
Eine Linie fährt selten den ganzen Tag im gleichen Takt. Plane bis zu vier Betriebsphasen und vergleiche Fahrzeugbedarf, Fahrten und grobe Fahrzeugstunden.
| Phase | von | bis | Takt | Dauer | Fahrzeuge | Fahrten je Richtung | Fahrzeugstunden* |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| – | – | – | – | ||||
| – | – | – | – | ||||
| – | – | – | – | ||||
| – | – | – | – |
* Fahrzeugstunden = angesetzte Fahrzeuge × Dauer der jeweiligen Phase. Übergänge, Ein-/Ausrückfahrten und gemischte Umläufe sind in dieser vereinfachten Betrachtung nicht abgebildet.
5. Einfachen Fahrplan erzeugen
Erzeuge gleichmäßige Abfahrtsfolgen für beide Endstellen und exportiere sie als CSV. Das ist bewusst ein Taktfahrplan – keine vollständige betriebliche Umlaufplanung.
6. Planungsszenarien speichern
Speichere Varianten direkt im Browser – etwa „10-Minuten-Takt“, „5-Minuten-HVZ“ oder „Gelenkbus“. Die Daten verlassen dein Gerät nicht.
7. Methodik & Grenzen
Damit nachvollziehbar bleibt, was das Tool berechnet – und was nicht.
Umlaufzeit und Fahrzeugbedarf
Die Umlaufzeit setzt sich aus den Fahrzeiten beider Richtungen und den eingegebenen Wendezeiten an beiden Endstellen zusammen.
Der rechnerische Mindestfahrzeugbedarf für einen gleichmäßigen Takt wird auf das nächste ganze Fahrzeug aufgerundet.
Ist die Umlaufzeit kein exaktes Vielfaches des Taktes, zeigt das Tool die rechnerisch zusätzliche Pufferzeit an, die entsteht, wenn die Umlaufstruktur auf ganze Taktlagen gebracht wird.
Kapazität und Plan-Auslastung
Die einfache Linienkapazität ergibt sich aus der Anzahl der Fahrten pro Stunde und der angesetzten Kapazität pro Fahrzeug. Optional reduziert die Plan-Auslastung die nutzbare Kapazität, damit nicht automatisch mit 100 Prozent Nennfüllung geplant wird.
Die tatsächliche Kapazität realer Systeme kann zusätzlich durch Haltestellen, Infrastruktur, Blockabstände, Türanordnung, Fahrgastwechsel, Verkehrsbedingungen und viele weitere Faktoren begrenzt werden.
Mittlere Wartezeit
Für einen regelmäßigen, häufigen Betrieb und zufällig ankommende Fahrgäste verwendet das Tool die verbreitete Näherung „halber Takt“. Bei längeren Taktfolgen orientieren sich Fahrgäste häufig stärker am Fahrplan; bei unregelmäßigem Betrieb kann die reale Wartezeit wiederum höher liegen.
Was bewusst nicht automatisch berechnet wird
Das Tool ersetzt keine professionelle Fahr- oder Dienstplanung. Nicht automatisch berücksichtigt werden beispielsweise gesetzliche Arbeits- und Pausenregeln, konkrete Haltestellenaufenthalte, Fahrerwechsel, Betriebshofwege, Lade-/Tankzeiten, signaltechnische Mindestabstände, Überholungen, Anschlussbindungen, Baustellen, Mischverkehr, Personalreserve und Fahrzeugtypen mit abweichenden Fahrzeiten.
Fachliche Orientierung
Die grundlegenden Zusammenhänge von Takt, Fahrzeit, Fahrzeugbedarf, Kapazität und wahrgenommener Angebotsqualität sind klassische Themen der ÖPNV-Planung. Zur Vertiefung:
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