Elektrisch durch die Stadt: Was der eCitaro anders macht + seine Nachbildung in OMSI 2!
Zunächst zum Offensichtlichen: Der eCitaro fährt rein elektrisch. Im Unterschied zum Diesel brummt hier nichts, sondern summt eher leise vor sich hin. Das sorgt nicht nur für ruhigere Wohnviertel, sondern spart auch lokal Emissionen ein. Damit das funktioniert, muss der Bus aber regelmäßig geladen werden. Das passiert auf zwei Wegen: Nachts im Depot mit 80 kW – hier wird der Bus in aller Ruhe vollgetankt. Und tagsüber, wenn’s knapp wird, an sogenannten Opportunity-Chargern mit bis zu 300 kW. Das dauert dann auch nicht lange: Zwei bis fünf kurze Ladepausen am Tag reichen oft schon, abhängig von Strecke, Wetter und Akkutyp.
Apropos Akkus: Davon hat der eCitaro in der Gelenkversion gleich fünf Blöcke an Bord – technisch deutlich weiter als noch vor ein paar Jahren. Bei gleichem Platz und Gewicht gibt’s mittlerweile rund 60 % mehr nutzbare Energie. Damit sind auch steigungsreiche Linien, wie in Dresden oder Tübingen, kein Problem mehr. Dort setzt man gezielt auf den eCitaro, auch weil er – anders als manch andere Modelle – zwei angetriebene Achsen mitbringt.
Die Basis des Busses ist übrigens kein Neuentwurf, sondern baut auf dem bekannten Citaro G auf. Viele Komponenten sind identisch, was den Werkstätten entgegenkommt. Produziert wird weiterhin in Mannheim. Der Gelenkbus ist 18,13 Meter lang, 3,40 Meter hoch und bietet Platz für bis zu 146 Fahrgäste. USB-Anschlüsse? Natürlich auch dabei – das ist inzwischen Standard.
Finanziell sieht’s etwas komplizierter aus: Die Anschaffung kostet, aktuell noch fast doppelt so viel wie bei einem Dieselbus. Dazu kommt die Ladeinfrastruktur, die je nach Stadt erstmal auf- oder umgebaut werden muss. Fördermittel von Bund und Ländern sollen hier helfen, denn die Umstellung auf alternative Antriebe ist politisch gewollt. Langfristig zeigt sich aber: Weniger Wartung, geringerer Energieverbrauch und niedrigere Betriebskosten gleichen die Investitionen mehr und mehr aus. Vor allem, da Elektromotoren deutlich effizienter arbeiten – und Strompreise sich auch wieder nach unten bewegen.
Übrigens: Auch in der OMSI-Welt ist der eCitaro angekommen. Entwickler Darius Bode hat ihn als kostenpflichtiges DLC veröffentlicht – bekannt durch seine Arbeit an Hamburg-Projekten. Parallel arbeitet MX200, unter anderem durch das C2 Freeware Pack bekannt, an einer kostenlosen Variante des eCitaro. Beide Projekte bringen den E-Bus also auch virtuell auf den Bildschirm!
Bilder:
Link zum DLC: https://store.steampowered.com/app/1317200/OM…On_EBus_Hamburg
Was denkt ihr – ist der eCitaro der richtige Schritt für den Stadtverkehr der Zukunft? Oder gibt’s noch Hürden, die überwunden werden müssen? Teilt eure Meinung gern mit uns!
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