MOZA zeigt Technik, die Simulationen komplett verändern könnte!

Auf der Entwicklerkonferenz GDC wurde nun eine neue Technologie vorgestellt, die genau hier ansetzt. Die Idee ist einfach erklärt: Dein Simulator erkennt automatisch, was im Spiel gerade passiert – und reagiert darauf mit Bewegungen und Vibrationen.

Das könnte bedeuten, dass sich Simulationen plötzlich ganz anders anfühlen.

Viele Simulatoren liefern solche Telemetriedaten, zum Beispiel Informationen über Geschwindigkeit, Bremskraft oder Fahrzeugbewegungen. Motion-Systeme nutzen diese Daten, um Bewegungen im Cockpit zu erzeugen. Das funktioniert aber nur bei Spielen, die diese Daten auch bereitstellen.

Die neue Software geht einen anderen Weg. Statt Telemetrie analysiert sie Bild und Ton des Spiels in Echtzeit. Dadurch kann sie erkennen, wenn ein Fahrzeug beschleunigt, bremst, über eine Unebenheit fährt oder mit etwas kollidiert. Diese Ereignisse werden anschließend direkt in Bewegungen und Vibrationen im Simulator umgesetzt.

Damit könnte physisches Feedback theoretisch auch in Spielen möglich sein, die bisher gar keine Unterstützung für solche Systeme haben.

Gerade für Fans von Fahrzeug-Simulationen könnte das interessant werden. Stell dir vor, du steuerst einen schweren LKW durch eine enge Baustelle oder bremst deinen Bus an einer Haltestelle. Bodenwellen, Bremsmanöver oder Kurven könnten sich dann nicht nur auf dem Bildschirm zeigen, sondern auch körperlich spürbar werden.

Parallel dazu wurde auch eine neue Motion-Plattform vorgestellt, die Simulator-Cockpits tatsächlich bewegen kann. Diese Plattform kann Neigungen, vertikale Bewegungen und Vibrationen darstellen, um typische Fahrzeugbewegungen zu simulieren. Solche Systeme kennt man bisher vor allem aus professionellen Simulatoren oder sehr aufwendigen Heim-Setups.

Die Kombination aus intelligenter Software und Motion-Hardware könnte dafür sorgen, dass solche Effekte künftig mit deutlich mehr Spielen funktionieren. Besonders interessant ist das für Simulationen, die bisher nur begrenzten Support für Motion-Systeme haben.

Natürlich bleiben noch viele Fragen offen. Wie teuer solche Systeme am Ende sind, wie gut die KI tatsächlich funktioniert und wie viele Spiele damit kompatibel sein werden, muss sich erst zeigen. Klar ist aber: Die Technik zeigt, in welche Richtung sich Simulationen weiterentwickeln könnten.

Und vielleicht stehen wir gerade erst am Anfang einer neuen Generation von Simulator-Hardware.

Würdest du ein bewegliches Simulator-Cockpit nutzen? Ist physisches Feedback für dich wichtig beim Simulieren? Reicht dir ein Lenkrad oder darf es mehr Technik sein? Welche Simulation spielst du am häufigsten?

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Kommentare 3

Alles nur Träumerrei. Solche Motion-Systeme sind ja von der Grundidee jetzt nicht ganz neu. Bisher haben die sich halt nicht in der breiten Masse durchgesetzt. Und es ist unwahrscheinlich, das sowas passieren wird. Diese Systeme sind einfach zu teuer und brauchen auch Platz. Ein Lenkrad für 200-400€ kann man sich ja noch kaufen aber so Motion Systeme fangen dann mal locker bei 10.000€ an.

Ich nutze selbst ein ganz normales Lenkrad mit Pedalen und Gangschaltung, je nach Game auch mit Forcefeedback sowie zusätzlich noch einen selbstgebauten USB-Controller bzw. Button Box wo ich z.B. für Omsi 2 ein paar wichtige Tasten drauf gelegt habe. Damit kann ich schon ganz gut fahren.

Also was ist damit jetzt genau gemeint? Force-Feedback für Lenkräder und Controler bei Games, die sowas normalerweise nicht unterstützen? Das wäre ja keine schlechte Sache, solange das mit verschiedenen (Simulator-) Spielen bzw. unterschiedlicher Hardware von verschiedenen Herstellern kompatibel ist. So könnte man z.B. auch bei älteren Games Force-Feedback nutzen. Die "Motion-Plattform" hingegen wird sich höchstwahrscheinlich nie für die Masse durchsetzen.

Diese "Motion-Plattformen" sind ja an sich nichts neues. Bei Professionellen Flugsimulatoren für die Ausbildung von Piloten gibts ja so bewegliche Platformen. Da wird z.B. ein ganzes Cockpit eines A321 auf so einer Platform nachgebildet. Solche Systeme sind aber eher nix für den Heimanwender. Erstens kosten die Teile locker mal mehrere 100.000€ und sind natürlich sehr groß bzw. braucht man dann nen extra Raum dafür. Zweitens sind die ja eher für die Ausbildung gedacht und dementsprechend kompliziert.

Es gibt zwar auch schon Renn- bzw. Fahrsimulatoren mit Motion-Plattform, aber die sind ebenfalls sehr teuer (komplette Systeme locker 10.000€ und mehr) und benötigen natürlich mehr Platz als ein normales Lenkrad für den PC. Die wenigsten (Simulations-) Spieler haben den Platz für sowas oder das Geld um sich so aufwendige Hardware zu kaufen. Hin und wieder gibts Bastler und Tüftler, die sich selber so Simulator Setups (z.B. Bus-Dashbords, LKW-Kabinen oder Flugzeugcockpits) selber zusammenbauen. So Eigenbau-Lösungen sind dann deutlich günstiger als gekaufte. Aber Motion-Plattformen sieht man auch da eher selten, da halt sehr aufwendig und Platzintensiv.

Es gibt halt Sachen, die kann man m it FFB nicht umsetzen. Im Bus oder LKW die Sitzfederung zum Beispiel. Da könnte diese Technologie ansetzen

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