Meint Dovetail das wirklich ernst? Thomas & seine Freunde als neues „Simulations“-Spiel sorgt für Stirnrunzeln!

Laut Ankündigung begleitet man Thomas, Percy, Gordon, Emily und Diesel auf der Insel Sodor, steigt in die Führerstände klassischer Dampflokomotiven der North Western Railway und erlebt bekannte sowie neue Geschichten aus der Ich-Perspektive. Acht Erzählungen, Rangier-Herausforderungen, ein Fahrplanmodus, Sammelobjekte, frei erkundbare Bereiche und sogar ein Deluxe-Bündel mit James – das Paket ist umfangreich und klar auf Erlebnisse ausgelegt, nicht auf klassische Eisenbahnsimulation.

Und genau hier liegt der Knackpunkt. Dieses Spiel hat mit realistischer Simulation, wie viele sie von Dovetail erwarten, nur sehr wenig zu tun. Es geht nicht um Regelwerke, Signale, Physikgrenzen oder betriebliche Abläufe, sondern um Figuren, Geschichten und eine bewusst vereinfachte Steuerung. Die Technik basiert zwar auf der Unreal Engine und Simugraph, doch das Ziel ist offensichtlich ein anderes: Zugänglichkeit statt Tiefe, Erzählung statt Betrieb.

Aus meiner persönlichen Sicht wirkt das wie eine konsequente Öffnung in Richtung neuer Märkte. Kinder, Familien, Fans der Marke Thomas & Friends – all jene, die mit Train Sim World oder anderen Dovetail-Titeln bisher wenig anfangen konnten. Das ist legitim, wirft aber Fragen auf. Nach dem bereits existierenden Thomas-&-seine-Freunde-DLC für Train Sim World hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass dieses Thema noch weiter ausgeweitet wird – und dann gleich mit einem eigenständigen Spiel.

Man kann das als mutigen Schritt sehen oder als klare Abkehr vom Simulationskern. Für langjährige Fans, die Dovetail mit realitätsnahen Bahnspielen verbinden, dürfte „Wunder von Sodor“ eher befremdlich wirken. Für neue Zielgruppen könnte es hingegen genau der Einstieg sein, den Dovetail sucht. Beides kann gleichzeitig wahr sein – und genau deshalb polarisiert diese Ankündigung so stark.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Dieses Spiel will keine realistische Eisenbahnsimulation sein. Es will Geschichten erzählen, bekannte Figuren erlebbar machen und die Marke weitertragen. Ob das aufgeht, wird sich zeigen. Die Richtung jedenfalls ist eindeutig – und sie wird nicht jedem gefallen.

Was war dein erster Gedanke bei der Ankündigung von „Wunder von Sodor“? Hättest du dir von Dovetail lieber ein anderes Projekt gewünscht? Findest du es richtig, neue Zielgruppen anzusprechen, auch wenn Realismus leidet?

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Kommentare 2

Für mich Nix aber für Kinder natürlich perfekt. Finde es so aber ehrlich gesagt besser Thomas und co. in einem extra Game statt das dann alles noch bei TSW zu bringen.

Ich hätte sowas als Kind jedenfalls gefeiert und das auch gespielt. Denke das DTG hier auch gezielt die jüngere Zielgruppe im Blick hat für die TSW und der TS noch zu kompliziert sind. Solange es sich jetzt nicht auf TSW auswirkt und da dann irgendwie weniger Resourcen da sind… Finde ich das eigentlich gar nicht so schlecht. Besser als Metro Rival das ist ja wirklich totaler Quatsch.

Habe nix gegen Acarde Simulatoren oder sowas wie CTS wo man zusätzlich noch eine Wirtschaftssimulation dabei hat aber das hier ist ja wieder mal typisch DTG. Niemand hat danach gefragt.

Braucht eigentlich niemand und die Zielgruppe dafür ist ja dann wahrscheinlich so 5-10 Jahre halt ein Kinderspiel.

DTG sollte lieber Kapazitäten in Bugfixing für TSW investieren statt sowas zu entwickeln. Teils sind da ja einige Bugs schon seit Jahren da…