ICE total überfüllt – der wahre Grund, warum bestimmte Linien ständig kollabieren...

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Ein entscheidender Faktor ist die Nachfrage. Manche Linien verbinden starke Wirtschaftsregionen, Universitätsstädte oder touristisch gefragte Gebiete. Wenn täglich Tausende Menschen gleichzeitig zur Arbeit, zur Familie oder zum nächsten Termin müssen, entsteht ein struktureller Druck, den selbst ein hoher Takt nicht abfangen kann. Besonders betroffen sind Strecken wie Köln–Frankfurt, Berlin–Hamburg oder München–Nürnberg. Gerade dort, wo mehrere große Städte in kurzer Distanz liegen, treffen Pendler auf Geschäftsreisende und Wochenendreisende – ein Mix, der regelmäßig Kapazitäten sprengt.

Doch die Nachfrage allein erklärt das Problem nicht. Die Flotte ist der zweite Schlüssel. Der Bestand an einsatzbereiten Zügen ist begrenzt. Wartung, Schäden oder Materialengpässe führen dazu, dass selbst gut geplante Umläufe plötzlich wackeln. Wenn ein einzelner Zug ausfällt, entsteht ein Dominoeffekt, der zu kürzeren Zugeinheiten, Ersatz-ICs oder im schlimmsten Fall zu kompletten Ausfällen führt. Kommt dann auch noch ein hoher Reisetag dazu, sind die Züge zwangsläufig dicht.

Ebenso entscheidend ist die Infrastruktur. Engstellen im Netz – etwa auf Korridoren, in Knotenbahnhöfen oder auf Mischverkehrsstrecken – verhindern, dass einfach größere oder häufigere Züge eingesetzt werden. Manche Abschnitte sind bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze. Mehr Fahrten pro Stunde? Scheitert an der Signaltechnik oder am Mischverkehr mit Regional- und Güterzügen. Mehr Alternativstrecken? Selten vorhanden.

Hinzu kommt der Preismechanismus. Sparpreise und Super-Sparpreise sorgen dafür, dass bestimmte Linien besonders attraktiv sind. Je günstiger ein Ticket, desto voller der Zug – ein Effekt, der absichtlich so gewollt ist, aber zu Überlastung führt.

Am Ende entsteht ein System, das unter dem Gewicht seines eigenen Erfolgs leidet. Manche ICE-Linien sind überfüllt, weil sie nötig, beliebt und alternativlos sind. Und das lässt sich nur lösen, wenn Kapazitäten im Netz erweitert, Züge zuverlässiger verfügbar sind und Angebot sowie Nachfrage klüger ausbalanciert werden.

Welche ICE-Linie empfindest du persönlich als am vollsten? Welche Uhrzeit ist deiner Erfahrung nach am schlimmsten?

(C) Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee

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