ICE L: Wann und wo du den neuen Fernverkehrszug der Deutschen Bahn antreffen wirst

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Los geht’s am 14. Dezember 2025, also mit dem Fahrplanwechsel. Der ICE L wird zunächst auf der Relation Berlin – Köln eingesetzt.

Geplant sind die folgenden beiden ersten Fahrten:

  • ICE 1548 von Berlin Hbf (7:10 Uhr) nach Köln Hbf
  • ICE 1055 von Köln Hbf (15:36 Uhr) nach Berlin Hbf

Das ist ein vorsichtiger Start – eher ein „sanfter Rollout“ als ein Paukenschlag. Die Bahn will so offenbar Erfahrungen im Betrieb sammeln, bevor die neue Baureihe auf das gesamte Netz losgelassen wird.

Ab dem 1. Mai 2026 soll der ICE L auch auf der Verbindung Berlin – Hamburg – Westerland (Sylt) eingesetzt werden – und damit erstmals auf einer klassischen Touristenstrecke.

Das ist insofern bemerkenswert, als dass Sylt traditionell eher mit älteren IC-Garnituren angefahren wurde. Der ICE L könnte hier also für eine deutliche Modernisierung sorgen!

Ab dem 11. Juli 2026 weitet die DB den Einsatz des ICE L weiter aus:

  • Frankfurt (Main) über Gießen nach Westerland (Sylt)
  • Köln über Münster nach Westerland (Sylt)
  • sowie von Dortmund bis ins bayerische Oberstdorf

Damit deckt der neue Zug gleich mehrere Reiseprofile ab: Pendler zwischen Ballungsräumen, Urlauber auf dem Weg an die Küste und Wintersportfans Richtung Alpen. Ein Schritt, der zeigt: Der ICE L soll kein Nischenprodukt bleiben, sondern ein flächendeckender Ersatz für viele Intercity-Züge werden.

Und international?

Langfristig plant die Deutsche Bahn, den ICE L auch international einzusetzen – nach Amsterdam, Kopenhagen und Wien.
Wann das geschieht, hängt allerdings von „betrieblichen Voraussetzungen“ ab.

Vor allem die Zulassung in mehreren Ländern dürfte Zeit kosten, ebenso wie die Anpassung der Infrastruktur. Dass der ICE L bereits zeitnah im Ausland auftaucht, ist daher eher unwahrscheinlich.

Wer ihn 2025 live erleben will, hat also am besten zwischen Berlin und Köln die Chance. Alle anderen müssen sich noch etwas gedulden – oder auf Sylt Urlaub machen.

Bilder:

(C) Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann, Pablo Castagnola, Oliver Lang

Wirst du den ICE L direkt bei seiner Einführung ausprobieren? Findest du, dass der ICE L ein echter Fortschritt ist – oder nur ein weiterer Versuch, das Image der Bahn zu polieren? Und: Welche Strecke würdest du dir als Nächstes für den ICE L wünschen?

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Ich bin der fleißige Schreiber der Artikel für die Simulatoren-News.

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Comments 1

Also meine Meinung zum ICE-L ist eher gespalten. Einerseits ist der Zug technisch natürlich echt interessant (Die Talgo-Wagen haben ja spezielle Drehgestelle usw.) und bisher gab es einen solchen Zug nicht als ICE. Andererseits ist das halt eine echt ungewöhnliche Wahl für einen ICE. Es gibt einige Nachteile bei diesem Zug.

Erstmal ist das ja kein Triebzug wie die anderen ICE-Baureihen, im Grunde genommen handelt es sich um fest verbundene Wagen mit einem Steuerwagen am Ende. Das ähnelt eher einem IC statt einem ICE. Zusammen mit dem ICE-L werden auch neue Loks von Talgo beschafft. Die Höchstgeschwindigkeit mit max. 230 km/h ist auch geringer als bei einigen ICE-Baureihen, also nicht wirklich sinnvoll für Schnellfahrstrecken.

Mit 250m ist der ICE-L länger als die kurzen Varianten des ICE-3 oder ICE-4 (beide sind knapp 200m lang). Dadurch kann man keine 2 ICE-L zusammenkuppeln, weil dies für die meisten Fernbahnsteige (mit nur 400m Länge) zu lang wäre. 2x ICE-L wäre dann ca. 500m lang.

Die einzelnen Wagen kann man nicht ohne weiteres abkuppeln und schnell mal die Zuglänge anpassen. Ein großer Nachteil gegenüber normalen Wagen mit Steuerwagen. Bei einem Defekten Wagen müsste halt der komplette Zug in die Werkstatt statt nur ein Wagen.

Es gab übrigens schon mal Talgo-Züge bei der DB, allerdings als Nachtzug. https://de.wikipedia.org/wiki/Talgo_(De…4%E2%80%932009)

Die fuhren von 1994 bis 2009 und wurden am Ende wegen hoher Wartungskosten komplett eingestellt bzw. fuhren dann nicht mehr. Am Ende hat auch der ICE-L hohe Wartungskosten. Vielleicht wäre da ein normaler Wendezug oder Triebwagen die bessere Wahl gewesen.