Bus Bound im Test – Tolles Konzept, aber am Ende doch wieder nur Bus Simulator 21 in neuem Gewand?
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Was mir direkt positiv aufgefallen ist: In Bus Bound verdienst du dein Geld nicht über klassische Ticketverkäufe, sondern über die Zufriedenheit der Fahrgäste. Das System funktioniert überraschend gut. Hupst du zu viel, verursachst Unfälle oder kommst zu spät, gibt’s Abzüge. Fährst du ruhig und pünktlich, steigt die Bewertung – und damit auch dein Einkommen. Das motiviert ungemein, weil man das Gefühl hat, wirklich für sauberes, professionelles Fahren belohnt zu werden.
Auch das Stadtentwicklungssystem hat mich überzeugt. Je zufriedener die Fahrgäste, desto stärker entwickelt sich das Stadtviertel, in dem du unterwegs bist. Neue Sehenswürdigkeiten, angepasste Straßenlayouts und ein sich veränderndes Stadtbild sorgen dafür, dass man langfristig ein Ziel vor Augen hat. Es fühlt sich fast ein bisschen so an, als würde man aktiv an der Zukunft von Emberville mitbauen.
Grafisch ist Bus Bound solide unterwegs. Kein Quantensprung, aber auf dem Niveau anderer aktueller Simulationen. Was mich allerdings wirklich begeistert hat, ist das Force Feedback. Wo man bei The Bus oder City Transport Simulator ewig an den Einstellungen feilt, läuft hier alles auf Anhieb. Deadzone raus – und das Lenkgefühl war direkt richtig gut. Kein unkontrolliertes Ruckeln, kein „Schlagen“ ins Lenkrad – einfach angenehm.
Ein echter Minuspunkt ist allerdings die Maussteuerung. Sobald man die Maus bewegt, erkennt das Spiel das Lenkrad nicht mehr und schaltet auf Maussteuerung um. Das stört enorm, vor allem wenn man nur kurz die Kamera bewegen will. Eine Option, das Verhalten zu ändern, wäre hier wirklich wünschenswert.
Aber jetzt zur großen Frage: Ist Bus Bound wirklich eine Simulation?
Aktuell – nein, eher nicht. Es fühlt sich mehr nach einem zugänglichen Busspiel mit Simulationsansätzen an.
Das Spiel fühlt sich mehr nach einem Arcade-Erlebnis an – hübsch verpackt, aber oberflächlich. Es gibt keinen freien Fahrbetrieb, keine realistischen Abläufe wie Tanken, Reparieren oder Schichtende. Stattdessen fährt man Missionen, die nach der letzten Haltestelle einfach enden – Bildschirm schwarz, Punktzahl, weiter. Das war schon beim Bus Simulator 18 und 21 so – und genau das enttäuscht mich hier erneut.
Auch die KI wirkt stellenweise chaotisch. Autos bleiben plötzlich stehen, blockieren Kreuzungen oder fahren völlig unlogisch. Die Spiegel sind unscharf, das Bild teils verwaschen, und die Performance schwankt trotz mittelmäßiger Grafik. Dinge wie Headtracking oder eine saubere Kamera-Steuerung fehlen ebenfalls komplett. Besonders nervig: Wenn man die Maus bewegt, schaltet das Spiel automatisch von Lenkrad- auf Maussteuerung um – und das kann man nicht einmal richtig abschalten.
Und ja – das Gefühl einer echten Simulation kommt einfach nicht auf. Kein Busdepot, keine Wartung, kein Tanken, kein Alltag. Bus Bound wirkt wie ein aufpoliertes Bus Simulator 21 mit neuem Namen, hübscher Oberfläche und denselben Arcade-Mechaniken.
Mein Fazit nach der Demo:
Bus Bound hat gute Ideen, aber es bleibt (noch) weit hinter dem, was man von einer echten Simulation erwarten würde. Es sieht nett aus, es fährt sich gut – aber am Ende ist es mehr Spiel als Simulator. Wer also auf realistische Betriebsabläufe, Tiefe und Freiheit ähnlich wie in OMSI hofft, wird hier vermutlich wieder enttäuscht.
Bilder:
Link zur Demo: https://store.steampowered.com/app/4010830/Bus_Bound_Demo
Teste Bus Bound jetzt kostenlos auf Steam! Die Demo steht bis einschließlich Montag, 20. Oktober zum Download bereit – ideal, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
Hast du Bus Bound schon getestet? Siehst du Bus Bound als echten Simulator – oder eher als Arcade-Spiel?
Über den Autor
Ich bin der fleißige Schreiber der Artikel für die Simulatoren-News.
Falls ihr Fragen zu Artikeln etc. habt, meldet euch bitte beim Team über das Ticketsystem.
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