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Die wohl bekannteste Antwort liefert Züssow in Mecklenburg-Vorpommern. Mit rund 1200 Einwohnern ist es die kleinste deutsche Gemeinde mit einem regulären ICE-Halt. Der Grund liegt weniger in der Ortsgröße, sondern in der Streckengeografie: Hier zweigt die Linie nach Wolgast Hafen und weiter nach Usedom ab. Züssow dient somit als Zubringer für eine touristisch bedeutsame Region, weshalb der ICE hier stoppt – und das trotz der geringen Einwohnerzahl.
Ein weiteres Beispiel ist Wabern in Hessen mit rund 7000 Einwohnern. Auch hier spielt die Lage eine Rolle: Die Strecke durch das Edertal hat Wabern zu einem Halt für einzelne ICE-Verbindungen gemacht. Ähnlich verhält es sich mit Treuchtlingen in Bayern. Die Stadt ist mit etwa 13.000 Einwohnern zwar größer, doch ihre Bedeutung liegt in der Kreuzung mehrerer wichtiger Bahnlinien (Nürnberg–Donauwörth und Würzburg–München), wodurch Treuchtlingen trotz überschaubarer Größe zu einem festen Punkt im Fernverkehr wurde.
Ebenfalls erwähnenswert ist Altenbeken in Nordrhein-Westfalen. Mit knapp 9000 Einwohnern zählt es zu den kleineren Städten mit ICE-Anschluss. Der Bahnhof liegt im Eggegebirge und markiert einen historischen Kreuzungspunkt mehrerer Eisenbahnstrecken. Heute halten dort noch wenige Fernverkehrszüge pro Tag, darunter auch ICE.
Dazu kommen weitere Orte, die klein wirken, aber verkehrlich wichtig sind. Büchen (ca. 6500 Einwohner) an der Strecke Hamburg–Berlin oder Binz (5600 Einwohner) auf Rügen, das als touristisches Ziel ICE-Anschluss hat. Bad Schandau in Sachsen mit nur 3400 Einwohnern ist ebenfalls interessant – hier halten EC-Züge und gelegentlich auch ICE, bedingt durch die Lage im Elbtal nahe der Grenze zu Tschechien.
Ein Sonderfall ist Steinach bei Rothenburg ob der Tauber mit nur 270 Einwohnern. Hier hält kein ICE, aber ein Intercity, da die Nebenbahn nach Rothenburg hier abzweigt. Dieser Halt wird jedoch mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 eingestellt.
Die Betrachtung zeigt: Es sind nicht allein Einwohnerzahlen, die über einen ICE-Halt entscheiden. Häufig sind es Kreuzungspunkte, touristische Ziele oder historische Strukturen, die dafür sorgen, dass auch kleine Orte im Netz der Hochgeschwindigkeitszüge auftauchen. Züssow bleibt dabei mit Abstand der kleinste reguläre ICE-Bahnhof Deutschlands – und ein Paradebeispiel für die Logik hinter Bahnfahrplänen.
Hinweis:
In diesem Artikel wurden nur reguläre Fahrpläne betrachtet. Baustellen, Umleitungen oder Ersatzhalt-Situationen wie etwa bei der Generalsanierung von Stammstrecken sind hier ausdrücklich nicht berücksichtigt.
Bild von Wikimedia Commons, Lizenz: Creative Commons by sa 3.0
Welche kleinen Bahnhöfe mit ICE- oder IC-Halt kennt ihr noch? Schreibt uns eure Beispiele gern unten in die Kommentare – wir sind gespannt, welche Orte euch schon überrascht haben!
Über den Autor
Ich bin der fleißige Schreiber der Artikel für die Simulatoren-News.
Falls ihr Fragen zu Artikeln etc. habt, meldet euch bitte beim Team über das Ticketsystem.
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