Bonn hat noch echte Straßenbahnen – und das gleich dreifach!
Möchtest du uns finanziell unterstützen für unsere Arbeit, nutze am besten den Paypal Link am gleichen Ort! Vielen Dank!
https://discord.gg/VCuwGVdQcq
Alle Linien sind seit 1994 mit Niederflurfahrzeugen unterwegs und werden Stück für Stück barrierefrei ausgebaut. Klingt modern, hat aber seinen Haken: Viele Abschnitte liegen nicht auf eigenen Trassen, sondern mitten im Straßenverkehr. Heißt: Stau in der Rushhour = Stau auch für die Bahn. Wer also morgens pünktlich zum Termin will, lernt schnell, dass der Fahrplan in Bonn manchmal eher als Vorschlag zu verstehen ist.
Schauen wir uns die Linien im Detail an:
- Linie 61 fährt von Dottendorf bis Auerberg – einmal quer durch die Stadt und mitten am Hauptbahnhof vorbei. Länge: knapp 9 Kilometer. Haltestellenabstand: 400 Meter. Durchschnittsgeschwindigkeit: entspannte 16,5 km/h – also fast Joggingtempo.
- Linie 62 schafft es etwas flotter. Auf 12 Kilometern geht’s von Dottendorf über die Innenstadt bis nach Oberkassel Süd. Im Schnitt 22,5 km/h, also schon mehr Straßenbahn-Feeling.
- Linie 65 schließlich verbindet Beuel mit Graurheindorf und Auerberg – wenn sie denn fährt. Offiziell sind es 9,5 Kilometer Strecke, aber wie gesagt: Sonderrolle.
Im Taktverkehr zeigt sich die Bonner Straßenbahn erstaunlich dicht: 61 und 62 fahren tagsüber alle 10 Minuten, zusammen ergibt das zwischen Stadthaus und Dottendorf sogar einen 5-Minuten-Takt. In der Rushhour wird die 61 zusätzlich verdichtet – fast schon wie in einer Großstadt. Abends nach 20:30 Uhr wird’s ruhiger, dann sind es 15- bis 30-Minuten-Abstände, und um 0:30 Uhr ist Schluss.
Was meint ihr – ist Bonn mit drei Straßenbahnlinien ein echtes Relikt oder ein wichtiges Stück Stadtverkehr, das man nicht unterschätzen sollte? Bist du mit der Straßenbahn schon einmal gefahren?
Über den Autor
Ich bin der fleißige Schreiber der Artikel für die Simulatoren-News.
Falls ihr Fragen zu Artikeln etc. habt, meldet euch bitte beim Team über das Ticketsystem.
Kommentare