CTS-DLCs unter der Lupe: Zwischen fairer Finanzierung und Community-Kritik – so steht’s wirklich um die Preise

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Einige Spieler vergleichen ViewApps Vorgehen mit anderen Titeln. Bei „The Bus“ etwa wurden neue Busse direkt ins Hauptspiel integriert, während hier einzelne Fahrzeuge als Zusatzinhalt erscheinen. Auch wird immer wieder auf die Konkurrenz verwiesen: DLCs im Landwirtschafts-Simulator oder ETS2 bieten oft mehr Inhalte für einen ähnlichen oder gar niedrigeren Preis, vor allem im Sale. Da kommt schnell die Frage auf, ob ViewApp nicht mit größeren Fahrzeugpaketen – etwa einer ganzen Busfamilie – attraktiver wirken könnte.

Andere Stimmen sehen das gelassener. Entwicklung kostet nun einmal Geld, und gerade kleinere Studios wie ViewApp finanzieren damit nicht nur den DLC selbst, sondern auch kostenlose Updates, neue Features und den langfristigen Support des Spiels. Ohne Publisher im Rücken trägt das Team sämtliche Kosten für Entwicklung, Lizenzen, Portierungen und Qualitätssicherung selbst. Sales und Preisnachlässe habe es zudem in der Vergangenheit schon gegeben, auch wenn nicht jeder das mitbekommen hat.

Wenn ich mir die aktuelle Diskussion rund um die DLC-Preise für den City Transport Simulator ansehe, dann merke ich schnell, dass hier sehr unterschiedliche Ansichten aufeinanderprallen. Auf der einen Seite steht die Überzeugung, dass hochwertige Inhalte, die viel Entwicklungszeit verschlingen, ihren Preis haben dürfen. Auf der anderen Seite ist da das Argument, dass zu viele kostenpflichtige Erweiterungen den Gesamteindruck eines Spiels verwässern und den Zugang für Spieler mit kleinerem Budget erschweren.

Ich persönlich sehe beide Seiten. Entwickler müssen von ihrer Arbeit leben, und gerade aufwendige Projekte wie zusätzliche Karten, Fahrzeuge oder Gameplay-Features entstehen nicht nebenbei. Gleichzeitig verstehe ich aber auch, dass es irgendwann eine Schwelle gibt, an der man als Käufer zweimal überlegt, ob man für jedes neue Feature separat zahlen möchte.

Entscheidend ist für mich, wie transparent der Mehrwert eines DLCs kommuniziert wird. Wenn klar erkennbar ist, was man für sein Geld bekommt und warum es nicht kostenlos als Update erscheinen konnte, fällt die Entscheidung leichter. Außerdem spielt für mich der Umfang eine Rolle – ein kleines kosmetisches Update rechtfertigt nun mal keinen großen Preis, während umfangreiche Gameplay-Erweiterungen durchaus ihren Wert haben.

Am Ende ist es also ein Balanceakt zwischen fairer Bezahlung für die Entwickler und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das die Community akzeptiert. Für mich wäre es wünschenswert, wenn dieser Dialog offen geführt wird, sodass am Ende beide Seiten das Gefühl haben, gehört zu werden.

Link zum City Transport Simulator: https://store.steampowered.com/app/2604480/Ci…sport_Simulator

Wie stehst du zu der Preispolitik von DLCs in kleineren Spielen – lieber einzelne Inhalte kaufen oder große Pakete? Wie siehst du das Thema mit den DLCs?

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Comments 2

Bei ViewApp steht halt jetzt der Profit im Vordergrund. Die wollen mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld machen. Das ist halt eine ganz andere Einstellung als bei vielen Omsi 2 DLC-Entwicklern, die mehr oder weniger bezahltes Modding machen und wo der Profit eher im Hintergrund steht. Da wird richtig Herzblut in die DLCs gesteckt, alleine diese ganzen Konfigurationsmöglichkeiten und Varianten bei vielen Bus-DLCs. Oder auch Thüringer Wald, das ist wirklich unglaublich was man da alles rausholt. Klar gibts auch bei Omsi 2 Entwickler, die nur schnell Geld machen wollen (siehe z.B. Kevin N. mit den DLCs Gladbeck und Mallorca).

Aber vielen Entwicklern gehts halt nicht um den großen Profit, die machen das, weil die Entwicklung von Inhalten denen auch selber Spaß macht. Klar verdienen die Entwickler etwas an den Einnahmen. Aber das ist halt nicht der Hauptgrund, weshalb man die DLCs rausbringt. Da wird halt auch auf Details geachtet, selbst wenn das zusätzliche Arbeit bedeutet.

ViewApp will halt Geld verdienen, da wird dann alles kalkuliert und nur das nötigste gemacht. Ist halt was anders, ob ich jetzt einen Bus-DLC möglichst realistisch und mit allen Varianten machen will oder halt damit Profit machen will. Deswegen werden die DLCs von ViewApp eher teuer bleiben und auch vom Umfang sowie der Qualität her nie an die Omsi Bus-DLCs rankommen.

Aber da ist ViewApp ja selber schuld. Man muss nicht hauptberuflich mit Simulationen und DLCs Geld verdienen, das haben die sich ja selber ausgesucht. So leiden die halt immer unter dem Druck, möglichst viel zu verdienen bzw. alle Ausgaben wieder reinzuholen.

Also ich finde die DLCs für CTS immer noch eher teuer. Man zahlt z.B. 15€ für eine Tram wie den Gt6 oder auch 18€ für den Gelenkbus MAN Lion's City A23. Das die DLC Entwicklung aufwendig ist, verstehe ich. Aber die Preise sind einfach zu hoch, für das, was man bekommt. Außerdem ist das unwahrscheinlich, das die Entwickler alleine von den DLCs leben. Die meisten Entwickler von DLCs haben ganz normale Jobs und machen die DLC-Entwicklung nur als Nebeneinkunft bzw. Hobby. Von Omsi 2 oder Train Simulator DLCs kann man wahrscheinlich eh schwierig leben, da die Verkaufszahlen einfach zu gering sind. Trotzdem soll gute Arbeit natürlich belohnt werden, die Entwicklung ist ja dadurch nicht weniger aufwendig. Bei Omsi 2 bekommst du für das gleiche Geld bei vielen Bus-DLCs einfach mehr Inhalt geboten.

Als Beispiel nenne ich hier mal das neue Citaro Facelift DLC für Omsi 2. Hier bekommst du für 18€ verschiedenste Busvarianten, vom Citaro K bis hin zum Gelenkbus, vom Stadtbus bis zur Überlandvariante und es gibt unzählige Konfigurationsmöglichkeiten. Von der Front über Sitze im Innenraum, Klimaanlagen, Matrixanzeigen oder auch Türtaster lässt sich vieles über eine art Tablet-Menü gleich Ingame verändern. Natürlich wurden auch unterschiedliche Motorisierungen und Getriebetypen berücksichtigt, die dann auch andere Sounds haben. Ebenfalls gibt es Modelle mit unterschiedlichen Türanzahlen. Hier hat der Entwickler Kajosoft wirklich viel Arbeit und Herzblut reingesteckt, dafür gebe ich gerne 18€ aus, da ich die Arbeit wertschätze und den Entwickler unterstüzen will. Andere DLCs wie z.B. MAN-Stadtbus bieten ebenfalls einiges an Inhalt und verschiedenen Varianten. Zusätzlich gibts für viele DLC-Busse auch noch Modpacks wie z.B. Soundupdates.

Bei CTS bekommst du nur eine einzige oder 2 verschiedene Fahrzeugvarianten, es gibt nur einen Motortyp und Getriebetyp, man kann da gar nichts konfigurieren wie z.B. die Sitze oder Martix, Türen usw. Bei dem Lions City A23 hast du nur diese EINE Variante, einen 4-Türer gibts da in dem DLC nicht und auch sonst kannst du halt einfach nichts ändern. Ist halt viel weniger Content fürs selbe Geld. Da soll mir mal einer sagen, warum diese Preise gerechtfertigt sind. Modpacks gibts ja ebenfalls nicht... Man merkt, das man hier nur viel Gewinn machen will und dann recht wenig Content liefert. Dann gibts ja jetzt nochmal ein MAN-DLC für 10€. Das müsste man eigentlich alles als ein DLC machen.