Hamburg bekommt neue S-Bahnen – wird die nächste Generation (endlich) alles besser machen?

Was ist geplant?
Aktuell sucht die Verkehrsbehörde mit einer EU-weiten Ausschreibung nach Unternehmen, die bei der Entwicklung helfen können. Das heißt: Noch keine fertigen Züge, aber erste Konzepte sind in Arbeit. Bestellt wird voraussichtlich erst in vier Jahren – ausgeliefert wird dann irgendwann Richtung 2030. Klingt weit weg, ist aber angesichts der Planungszyklen bei Bahntechnik fast schon sportlich.

Fahrerlos? Laptophalter? Ideenzug?
Ob der „Ideenzug“ der Deutschen Bahn mit Klapptischen, Lounge-Ecken und WLAN-Optimismus wirklich Pate steht, ist noch offen. Es geht laut Behörde vor allem darum, eine neue Fahrzeugplattform zu schaffen, die alle zukünftigen Anforderungen der Metropolregion erfüllen kann – also auch die bekannten Herausforderungen wie mehr Fahrgäste, barrierefreie Zugänge und digitale Steuerung. Die Option auf fahrerlosen Betrieb ist zumindest auf dem Tisch. Ob das gut oder schlecht ist, überlassen wir euch.

Und was ist eigentlich mit den aktuellen Zügen?
Die Baureihe 490 ist noch längst nicht vollständig ausgeliefert. Bis 2026 rollen weiter neue Fahrzeuge an – unter anderem für die S4 Richtung Bad Oldesloe und für die neue S5 nach Kaltenkirchen. Ursprünglich wurden 60 Fahrzeuge bestellt, mittlerweile sind es deutlich mehr – die Optionen für weitere 86 Einheiten wurden inzwischen gezogen. Auch wenn die 490 anfangs mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, scheint sich die Lage inzwischen stabilisiert zu haben.

Warum neue Züge überhaupt nötig sind?
Weil die ältere Baureihe 474 aus den 90er-Jahren langsam in die Jahre kommt. Die Fahrzeuge sind technisch überholt, schwerer nachrüstbar und weder klimatisiert noch besonders komfortabel. Viele Linien setzen weiterhin auf diese Fahrzeuge – für die HVV und die Verkehrsbehörde ist also klar: Ein Nachfolger muss her.

Was wünscht ihr euch von den neuen S-Bahn-Zügen in Hamburg? Findet ihr fahrerloses Fahren sinnvoll oder bleibt ihr lieber beim klassischen Fahrerstand? Und: Welche Linie müsste dringend zuerst mit neuen Fahrzeugen ausgestattet werden?

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Comments 1

Also Fahrerlos bzw. Autonom ist nichts neues und solche Systeme gibt es bereits seit den 80er und 90er Jahren, die Nürnberger U-Bahn fährt auch auf einer Linie automom. In Paris gibt es ebenfalls autonome Metrolinien. Das große Problem liegt darin, das die Linie dann ihre eigenen Gleise braucht wo auch keine anderen Linien drauf fahren. Es dürfte also keine Kreuzungen mit anderen Linien geben, bzw. müssten diese dann ebenfalls autonom fahren. Man müsste also die Strecken und Infrastruktur komplett umbauen und neu bauen, auch die Stationen usw. Theoretisch alles möglich, nur leider sehr teuer.

Da müsste man halt echt viel Geld in die Hand nehmen um dann ein zuverlässiges System zu bauen bzw. die Strecken so auszurüsten. Von der Idee her aber nicht schlecht.

Die Ideenzüge mit Lounges und Büroabteilen sind aber echter Quatsch. Zummindest bei einer S-Bahn. Beim Fernverkehr machts noch eher Sinn. Bei S-Bahnen soll ja möglichst viel Platz sein, da wäre so "Schnickschnak" eher kontraproduktiv. Sowas würde einfach zu viel Fläche einnehmen. Lieber klassische Sitze usw. Einfach und Robust und Vandalismusresistent muss es sein.